Übungspartner*in

In den meisten Veranstaltungen werden Hausaufgaben nicht alleine bearbeitet und abgegeben, sondern mindestens zu zweit; im Softwareprojekt sogar in einem noch größeren Team. Vom Finden einer geeigneten Person hin zum Verhalten im Falle, dass die Zusammenarbeit nicht so gut klappt, haben wir hier ein paar Tips gesammelt.

Finden eines*r Übungspartner*in

Der wohl komfortabelste Fall ist es wohl, das Studium mit bereits bekannten Leuten zu beginnen. Aber auch die Orientierungseinheit der Fachschaft bietet die Möglichkeit, vor Studienbeginn Leute kennenzulernen. Und selbst danach gilt: einfach Komilitonen*innen ansprechen. Genug davon werden auch noch niemanden haben, mit dem*der sie zusammenarbeiten können.

Sollte alles nichts helfen gilt es, sich einfach an die Übungsleitende Person zu wenden, um jemanden zugeteilt zu bekommen.

Idealerweise sollte die Person in Sachen Leistung ähnlich einzustufen sein, wie man selbst.

Was tun, wenn die andere Person nichts tut?

Es ist nicht unüblich, dass ein gewisses Ungleichgewicht zwischen Abgabepartner*innen besteht. Das ist grundsätzlich erstmal normal, sollte aber nicht so weit gehen, dass nur noch eine Person die ganze Arbeit macht. Daher gilt es, derlei Fälle zu identifizieren und darauf zu reagieren. Natürlich kann es verschiedene Gründe dafür geben, dass eine solche Situation entsteht.

Insbesondere in den ersten Semestern kommt es zum Beispiel vor, dass Studierende einzelne Veranstaltungen oder gar das komplette Studium abbrechen. Im besten Fall teilen sie das ihren Partner*innen rechtzeitig mit, im schlimmsten Fall werden sie zu einem schwarzen Kommunikationsloch. Auch kommt es vor, dass Leute sich von ihren Partner*innen mittragen lassen, ohne selbst viel beizusteuern.

Was auch immer der Grund sein mag, die übrigbleibende Person ist schnell in der Situation, mit dem Arbeitsaufwand schlicht überfordert zu sein. Da das im Laufe des Semesters vielen Leuten passiert, ist die beste Strategie, zunächst mit der anderen Person zu reden. Sobald das aber nichts hilft sollte umgehend der Übungsleitung Bescheid gegeben und darum gebeten werden, eine neue Person zugeteilt zu bekommen. Je früher dieser Schritt getan wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Veranstaltung noch erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Wichtig: Es geht hier nie darum, die andere Person anzuschwärzen, sondern darum, ein Auge auf sich und den eigenen Studienerfolg zu haben! Deswegen hat das Wenden an die Übungsleitung auch nichts mit Petzen zu tun -- schließlich wurde der anderen Person genug Gelegenheit zu einem klärenden Gespräch gegeben.

Was tun, wenn die andere Person alles tut?

Diese Situation gibt es natürlich auch: die andere Person macht immer gleich alles fertig und verhindert damit das eigene Nachdenken über die Aufgaben. Das kann schnell dazu führen, dass nicht hinreichend eingenständig geübt wird, der Anschluss verloren geht und dadurch ebenfalls der eigene Studienerfolg gefährdet wird. Folgerichtig empfehlen wir, ähnlich zu reagieren, zunächst also das Gespräch zu suchen und im schlimmsten Fall die Person zu wechseln.

Übungspartner*in behalten!

Wenn erstmal eine Person gefunden für die gute Zusammenarbeit gefunden wurde, die das Studium ebenfalls durchziehen möchte, hilft es, bei gemeinsam belegten Veranstaltungen weiterhin zusammenzuarbeiten.